Local Comic Lab

Ein kreatives Beteiligungsformat

Junge Menschen bringen oft ihre Interessen nicht in die lokale Demokratie ein, weil für sie die formalen Beteiligungswege wenig attraktiv sind. Mit dem »Local Comic Lab« möchten wir Jugendclubs, Schulen und Berufsschulen ein Format anbieten, das mit dem Comic-Zeichnen an Freizeitinteressen anknüpft und gleichzeitig die Möglichkeit bietet, mit Vertreter*innen aus dem Rathaus ins Gespräch zu kommen. Auf diese Weise werden im Comic Lab kulturelle Bildung und politische Bildung miteinander verbunden.

Die Leitfrage lautet: Wie stelle ich mir meinen Wohnort im Jahr 2045 vor? 

Das Local Comic Lab beginnt mit einem zweitägigen Workshop, der von unserem Team gemeinsam mit einer Künstlerin durchgeführt wird. Dabei setzen sich die Teilnehmenden spielerisch mit Beispielen für Demokratie auseinander. Anschließend werden Zeichentechniken vermittelt, mit denen sie ihre eigene Perspektive auf das Zusammenleben vor Ort zum Ausdruck bringen können. Auf die Weise entstehen Comic-Geschichten, die zu einer Zeitung und zu einer Ausstellung aufbereitet werden.

Als zweiter Schritt erfolgt eine Präsentation der Comics bei der die Teilnehmer*innen mit Vertreter*innen aus dem Rathaus ins Gespräch kommen und die Erfahrung machen können, dass ihre Anliegen ernst genommen werden. Dabei soll auch erörtert werden, wovon die Umsetzung der geäußerten Anliegen abhängt und welche Möglichkeiten es für junge Menschen gibt, die Zukunft des Wohnortes mitzugestalten. 

Die entstandene Comic-Zeitung wird in ausreichender Auflage für alle Teilnehmenden gedruckt. Die Ausstellung verbleibt zur weiteren Nutzung bei den kooperierenden Einrichtungen in der Kommune.

  • Zielgruppe: Jugendclubs, Schulen und Berufsschulen in Brandenburg
  • Zeitrahmen: Zweitägiger Workshop und ein Präsentationstermin 
  • Anmeldung: Wir führen in der Regel zwei Comic Labs im Jahr durch, bei Interesse sind wir für ein Gespräch offen.

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Bei dem Format Local Comic Labs  arbeiten wir mit drei kreativen Köpfen: Doro Huber bringt humorvolle und experimentelle Bildwelten ein, Anna Paßlick eröffnet neue Perspektiven auf soziale und politische Fragen, und Eva Gertz verbindet künstlerisches Ausprobieren mit spielerischer Demokratiebildung.

Anna Paßlick ist Comiczeichnerin aus Berlin. In ihren Comics erkundet sie soziale und politische Fragen und nutzt ihre Vorstellungskraft, um alternative Welten greifbar zu machen. Mit Anna lernt ihr mittels einfacher Zeichen- und Storytelling-Übungen, wie ihr eure eigenen Comics zum Leben erweckt. Dabei geht es nicht darum, die schönsten Bilder aller Zeiten zu zeichnen, sondern gemeinsam eine klare Sprache für eure Anliegen und Geschichten zu finden. Es ist keinerlei Zeichenvorerfahrung nötig.
www.annapasslick.com


Doro Huber ist Illustratorin aus Geltow. Sie erzählt in ihren Bildern – skurril und verfremdend, humorvoll und mit unverblümter Offenheit – Geschichten über das alltägliche Leben. Ihre Motive entstehen aus Alltagsbeobachtungen, die sie in überraschende Szenen verwandelt. Mit ihr entdeckt ihr, wie man durch experimentelle Arbeitsweisen neue Ausdrucksformen entwickelt und Bildwelten schafft, die gleichermaßen zum Schmunzeln wie auch zum Nachdenken anregen.
www.dorohuber.de 


Eva Gertz ist Politikwissenschaftlerin, systemischer Coach und Zine-Bastlerin aus Berlin. Kreativität ist für sie ein Zugang zu Meinung und Gestaltung – eine spielerische Suche und vor allem: Ausprobieren. Ein Zine ist ein kleines, selbstgemachtes Heft aus einer Papierseite – ein Experimentierraum. Frei in der Gestaltung wird es zur Bühne, auf der Menschen ihre Perspektiven, Gedanken und Gefühle sichtbar machen – direkt, suchend und vervielfältigbar.

Eva Gertz, Imagebild Zine, Demokratie Comic

Das Format Local Comic Lab wird durch die Urbis Foundation – Stiftung für Demokratie und Chancengleichheit
gefördert.