Berufsschüler*innen in Potsdam erarbeiten Ideen für ihre Kommune

Zum ersten Mal im neuen Jahr durfte unser Team der Demokratiebrücken den Demokratietag zum Thema Beteiligungsmöglichkeiten am 11. März an einer Berufsschule durchführen. Die Teilnehmer*innen der 12. Klasse des OSZ Technik I in Potsdam gestalten ihren Alltag nicht nur in Potsdam, sondern wohnen in verschiedenen Orten.

Ziel des Tages war es, den Jugendlichen Beteiligungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene näherzubringen, um ihnen Handlungsmöglichkeiten für eigene Anliegen aufzuzeigen. Die geographische Verteilung der Schüler*innen gestattete uns einen interessanten Einblick, was die Schüler*innen in ihren Wohnorten jeweils als positiv bzw. negativ wahrnehmen.

Nachdem zum Anfang des Demokratietages durch verschiedene Methoden und Diskussionen versucht wurde herauszufinden, inwieweit die Teilnehmer*innen das Gefühl haben, dass sie in ihrem Wohnort etwas verändern können und in welchem Maße sie sich bereits politisch engagiert haben, wurde im Laufe des weiteren Workshops anhand einer Landkartenmethode das Augenmerk auf Orte in ihrer Kommune geleitet, die von den Schüler*innen als positiv bzw. negativ wahrgenommen werden. In einer Gruppenarbeitsphase wurde sich für Anliegen entschieden, die die Teilnehmer*innen für wichtig erachteten und anhand einer vorher festgelegten Beteiligungsmöglichkeit dem Plenum präsentiert.

Während der Diskussion und der Präsentation der Anliegen fiel den Schüler*innen auf, dass die Probleme in den jeweiligen Kommunen sich teilweise sehr stark ähnelten. Themen, wie bezahlbarer Wohnraum, die Wiederbelebung einer Innenstadt oder ausreichend Raum für Kinder und Jugendliche zu schaffen, gibt es in allen Kommunen. Die geäußerten Anliegen in anderen Kommunen wurden größtenteils auch als wichtig für den eigenen Wohnort angesehen. Das Team nahm währenddessen die Rolle des Rathauses ein und gab Ratschläge, wie man sein Thema am besten durch die jeweilige Beteiligungsform präsentieren könnte und was die ersten Schritte dazu wären.

Die Schüler*innen bekamen im Laufe des Workshops Einblick in die Wichtigkeit unterschiedlicher Beteiligungsmöglichkeiten und eine Idee dafür, wie sie Anliegen in ihren jeweiligen Wohnorten, die sich größtenteils im Landkreis Potsdam-Mittelmark befinden, umsetzen könnten. Leider wurde auch festgestellt, dass der Dönerpreis kein Thema der Kommunalpolitik ist.

Im mündlichen Feedback sowie in der nachfolgenden Evaluation durch die Klasse zeigte sich, dass die Teilnehmer*innen mit dem Gefühl aus dem Workshop gegangen sind, dass sie in ihrer Rolle als Jugendliche an ihrem Wohnort etwas verändern können und Beteiligungsmöglichkeiten dafür ein wichtiges Werkzeug sind.